Krieg in der Ukraine

Liebe Eltern,

wie können wir als Eltern und Lehrer*innen mit den Kindern über die aktuellen Ereignisse in der Ukraine sprechen?

Nicht nur bei uns Erwachsenen hinterlassen die Kriegsinformationen und –bilder starke emotionale Reaktionen. Auch Kinder reagieren mit Angst, Hilflosigkeit, Vermeidungsverhalten oder körperlichen Reaktionen wie Kopf- oder Bauchschmerzen oder unruhigen Schlaf.

Wir wollen den Kindern helfen ihre Sorgen gut zu verarbeiten. Welche Verhaltensweisen in diesem Zusammenhang hilfreich sind, ist von Person zu Person sehr verschieden.

Kinder und Jugendliche benötigen in dieser schwierigen Zeit Ansprechpartner, denen sie in vertrautem Rahmen ihre Ängste und Sorgen berichten können und dürfen. Eltern, Freundinnen und Freunde sowie Lehrer*innen können in Gesprächen ein Sicherheitsgefühl vermitteln, in dem man positive Aspekte erwähnt, dass z.B. viele Menschen in die Nachbarländer in Sicherheit gebracht werden konnten und dort den Flüchtlingen viel Hilfsbereitschaft entgegen gebracht wird.

Nutzen Sie Medieninformationen gemeinsam mit ihrem Kind. Sprechen Sie ruhig und sachlich über die gesehenen und gehörten Inhalte aus den Kindernachrichten. Altersgerechte Nachrichten finden Sie z.B. hier: https://www.wdrmaus.de/extras/mausthemen/ukraine/index.php5

Wir Lehrer*innen wollen versuchen, dass die gewohnten Abläufe und Strukturen unseres Schulalltags bestehen bleiben. Die vertrauten Abläufe geben den Kindern Sicherheit und Orientierung. Regen Sie auch Zuhause Ihre Kinder zu Aktivitäten an, die ihnen auch vor dem Kriegsereignis Spaß und Freude gemacht haben und bei denen Ihr Kind sich wohl fühlt und entspannen kann, z.B. mit Freunden treffen, sportliche Aktivitäten, Basteln, Musik, Kino…

Jede Form von Bewegung ist geeignet, um Aufmerksamkeit zeitweise in eine andere Richtung zu lenken und diese Aktivität für sich selbst zu genießen.

Nicht nur etwas Schönes und Besonderes zu erleben kann hilfreich sein, auch ein gewohnter Tagesablauf mit gemeinsamen Mahlzeiten und ausreichend Schlaf bietet den Kindern Halt.

Wir als Gerhart-Hauptmann-Schule möchten die Schule als sicheren Ort für das psychische Wohlbefinden der Schüler*innen gestalten, die hier aufgewachsenen sind. Auch für geflüchtete Kinder soll die Schule ein Ankerpunkt sein.

Aber auch in jeder einzelnen Klasse wird das Thema – angeregt durch unsere Schüler*innen und aufgefangen durch unsere Lehrer*innen – besprochen und gemeinsam überlegt, was wir tun können. Wir wollen zeigen, dass wir für den Frieden sind, dass wir mitfühlen und dass unsere Solidarität den Menschen in der Ukraine gilt.

Deshalb werden wir mit allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 2-4 diese Woche gemeinsam einen Friedenslauf in die Velberter Innenstadt machen.

Mit herzlichen Grüßen

Oliver Pistorius, Schulleiter